Ausrüstung und Co

Gelegentlich werden wir nach unserer Ausrüstung und nach Packlisten für unsere diversen Unternehmungen gefragt. Auf dieser Seite werde ich daher in nächster Zeit unsere wichtigsten Ausrüstungsgegenstände kurz vorstellen und unsere Packlisten veröffentlichen.

1.) Die Boote: wir besitzen zwei Alpacka Rafts vom Typ „Explorer 42“ mit eingebautem Cargo-Fly System. Vollbeladen können wir damit jeweils einen Erwachsenen und ein Kind und Ausrüstung und Verpflegung für knapp drei Wochen transportieren. Wir haben die Boote mit zwei zusätzlichen Schlaufen (Grab Loops) ausgerüstet, die es ermöglichen eine Reepschur als umlaufende Leine um das Boot zu führen. Das Gepäck befestigen wir am Boot mit einfachen Spannriemen, die wir über kreuz laufen lassen. Als die Kinder noch kleiner waren, haben wir den Boden der Rafts mit einer leichten Luftmatraze ausgepoltert und isoliert, mittlerweile benutzen wir nur noch die mitgelieferten Sitze.

2.) Paddel: als Paddel nutzen wir das „Anfibio Vertex Multi„, aufgebaut als Doppelpaddel und haben damit bisher nur gute ERfahrungen gemacht. Wenn die Kinder irgendwann vollwertig mitpaddeln, werden wir die Paddel vielleicht im Stechpaddel-Modus nutzen

3.) Schwimmwesten: auf dem Wasser tragen wir generell Schwimmwesten, wir Erwachsenen nutzen die aufblasbaren „Anfibio Buoy Boy„-Westen, für die Kinder haben wir ohnmachtssichere Feststoff-Rettungswesten.

4.) Kleidung: nach Möglichkeit versuchen wir die Vorgabe „dress for the water, not for the air“ zu befolgen, was nicht immer leicht zu bewerkstelligen ist, speziell wenn man an heißen Tagen auf kalten Gewässern unterwegs ist. Speziell für kaltes Wasser habe ich für die ganze Familie Kleidung aus dem (leider nicht mehr erhältlichen) Polartec Aquashell genäht, die sich auf unseren Touren immer wieder bewährt hat. Darüber tragen wir – wenn nötig – Funktionsjacken und Regenhosen. Wir Erwachsene kombinieren gerne dünne Neoprensocken mit Wassersandalen (ich weiß, Socken in Sandalen geht garnicht 😉) und bei kälterem Wetter/Wasser mit Neoprenschuhen. Die Kinder haben (unter Verwünschungen) selbstgenähte Neoprensocken, meist tragen sie aber einfach Wollsocken in Gummistiefeln oder nur Plastik-Wasserschuhe.

5.) Packsäcke: zum Verpacken unserer Sachen nutzen wir wasserdichte Ortlieb Packsäcke in verschiedenen Größen. Speziell die Sorte mit Rucksack-Trägern hat sich immer wieder gut bewährt.

6.) Zelt(e): als passionierte Outdoorer ist es bei uns mit nur einem Zelt natürlich nicht getan! Für unsere längeren Touren, und überall, wo es aufs Gewicht ankommt, nutzen wir das Nigor WickiUp 4, was im Verhältnis zum (sehr geringen) Gewicht gigantisch viel Platz bietet. Wenn man das Zelt gut abspannt und im Boden verankert, ist es auch sehr windstabil (und dabei auch noch ziemlich leise). Falls man es aber nicht sauber aufbaut oder der Untergrund problematisch ist, kann man bei Wind schnell Probleme bekommen.

Für Touren mit festem Basislager und für den Winter haben wir das deutlich größere und schwerere „Helsport Finnmark“ (zu dem wir uns auch den passenden Holzofen zugelegt haben). Wie das WickiUp ist auch das Finnmark ein Lavvu, das mit etwas Übung schnell aufgebaut ist, viel Platz bietet, aber sauber abgespannt sein muss.

Darüber hinaus besitzen wir noch einen Geödäten (Tatonka Sherpa Dome), der inzwischen für uns vier jedoch etwas klein ist, unser altes 2-Personen Trekkingzelt (Rock22 von The North Face) und ein billiges Familienzelt, das inzwischen nur noch auf unserem stamm-Bauernhof im Chiemgau zum Einsatz kommt, wo die Dichte an reviermarkierenden Katern zu hoch ist, um mit einem teuren Zelt hinzufahren.

7.) Tarp: ein Tarp haben wir erst seit kurzem immer im Gepäck. Auf unseren Touren zu zweit waren wir immer in baumloser Gegend unterwegs, so dass wir über ein Tarp zusätzlich zum Zelt garnicht erst nachgedacht haben. Mit den Kindern und in bewaldeter Gegend  haben wir die Vorzüge eines Tarp aber sehr zu schätzen gelernt. Ein trockener, überdachter Platz am Lagerfeuer ist an verregneten Tagen Gold wert und sorgt dafür, dass man nicht im Zelt festsitzend einen Lagerkoller bekommt. Unser Tarp ist aus ultraleichtem Ripstop-Nylon selbst genäht (ausnahmsweise mal ein wirklich einfaches Nähprojekt) und misst 3mx3m.

8.) Schlafsäcke: Ich bin ein großer Fan von Daunenschlafsäcken, die im Verhältnis zum Gewicht die besten Isolationswerte aufweisen. Am und auf dem Wasser unterwegs muss man natürlich gut darauf achten, dass die Schlafsäcke nicht nass werden, aber das war auf all unseren Touren eigentlich noch nie ein Problem. Die Erwachsenenschlafsäcke sind gekauft (Lars: Yeti, ich: Deuter) und haben Komforttemperaturen im Bereich von -5°C. Für Kinder gab es bis vor kurzem noch keine wirklich warmen Daunenschlafsäcke (zumindest habe ich nirgendwo etwas passendes gefunden), daher habe ich auch diese selbst genäht. Wärmewerte kann ich dafür zwar nicht angeben, aber mit 6cm-Stegen sind die Kinderschlafsäcke mindestens so warm wie unsere und die Kinder haben auch in sehr kalten Nächten immer komfortabel und warm darin geschlafen. Leider wächst Jaaku aus seinem bald heraus, sollte ich also nochmal  in die Verlegeneheit kommen einen weiteren Daunenschlafsack zu nähen, werde ich im Blog darüber berichten.

9.) Isomatten: in unserem langen Trekkingleben haben wir an Isomatten so einiges ausprobeirt und sind inzwischen bei den Synmat 9 von Exped gelandet. Mit der integrierten Pumpe sind diese Matten schnell aufgepumpt (sogar Jaaku schafft das schon), halten gut warm und sind mit 9cm Höhe außerordentlich komfortabel, bei gleichzeitig relativ geringem Gewicht.

10.) Wasserfilter und Behälter: gerade auf Seen und großen Flüssen hat das Wasser normalerweise nicht unbedingt Trinkqualität und ist außerdem mit vielen Schwebeteilchen verunreinigt. Wir filtern daher unser Wasser mit dem „Katadyn Camp Filter„, einem großen Wassersack mit integriertem Filter, den wir einfach gefüllt über Nacht an einen Baum hängen. Das gefilterte Wasser sammeln wir in einem Ortlieb Wassersack.  Je nachdem wie vertrauenswürdig uns die jeweilige Wasserquelle erscheint entkeimen wir das Wasser zusätzlich mit Silberchlorid-Tabletten.

xx.) Andere nützliche Dinge: zum Kochem am Lagerfeuer hat sich der „Grilliput“ sehr bewährt, in Kombination mit der zusammenklappbaren Feuerschale von Relags eignet er sich auch hervorragend dazu, auf Tagestouren irgendwo am Ufer zu grillen.

 

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