Faltboot-Test auf der Mecklenburger Seenplatte (4)

Während der Nacht hat der Wind sich etwas abgeschwächt und gedreht: er bläst jetzt – immer noch sehr kräftig aber nicht mehr stürmisch – aus westlicher Richtung. Die ersten paar Kilometer fahren wir gut geschützt auf der kanalartigen Havel entlang aber als wir nach Westen hin auf den großen Labussee hinausfahren sind wir wieder Wind und Wellen ungeschützt ausgesetzt. Weniger als zwei Kilometer sind es bis zur Zwenzower Schleuse an der Nordseite des Sees, aber diese zwei Kilometer sind harte Arbeit. Dennoch kommen wir mit Hilfe der

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Jaaku albert herum

Kinder gut voran uns sind ein weiteres Mal begeistert von den Booten. An der Schleuse gibt es wieder eine Gleislore, die das Umsetzen der Boote vereinfacht. Vor uns ist gerade ein Vater mit seinem halbwüchsigen Sohn in die Gegenrichtung unterwegs und die beiden stellen sich derart ungeschickt an, dass die Strecke komplett blockiert ist. Hinter uns bildet sich ein richtiger Stau aus genervt wartenden Kanufahrern, die hier alle die ganze Zeit über gegen den kräftigen Seitenwind kämpfen müssen. Wir beschließen, nicht auf die Gleislore zu warten, und alle Wartenden helfen einander, beim schnellen Umtragen der Boote, der Paddel und des Gepäcks. Vater und Sohn hingegen blockieren jetzt einen Großteil des Ausstiegs mit ihren Booten und machen erstmal Brotzeit – kein Kommentar!

Auf dem Useriner See geht es jetzt weiter nach Norden und wir halten uns eng im Windschatten des westlichen Ufers. Hier haben wir jetzt den Müritz-Nationalpark erreicht. Weiter geht es gegen den Wind durch Zierz- und Görtowsee und dann in einen kleinen Kanal. Hier zweigt irgendwann ein winziger Graben ab, zum Glück beschildert, der zum Jamelsee und zu unserem heutigem Ziel, dem Zeltplatz Hexenwäldchen führt.

Als wir auf den Zeltplatz zufahren, beginnt Niklas bereits zu jubeln: schon von weitem sieht man eine riesige aufblasbare Kletterkugel, die im Wasser verankert ist, ein Sandstrand fällt sanft zum Wasser hin ab und nur wenige Meter vom Ufer entfernt stehen die ersten Zelte. „Mama, können wir hier länger bleiben?“

Wir melden uns an der Rezeption und dürfen uns einen Platz für unser Zelt direkt am Strand aussuchen. Der Platz ist ein wahres Kinderparadies mit einem großen Spielplatz, freilaufenden Hühnern, dem Badestrand, Feuerstein, den man überall findet und vor allem: mit vielen, vielen Kindern! Einer der schönsten Zeltplätze, die wir bisher so kennengelernt haben. Und wir beschließen, hier tatsächlich noch einen weiteren Tag zu bleiben.

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