Faltboot-Test auf der Mecklenburger Seenplatte (2)

Nach einer erholsamen Nacht brechen wir am nächten Vormittag wieder auf. Bei kräftigem Gegenwind geht es nach Südosten über den Vilzsee und dann zwischen engen, schilfbewachsenen Ufern nach Nordosten bis zu Fleether Mühle, wo wir ein kurzes Stück umtragen müssen. Danach wird der Kanal noch enger, zwischen Schilf und Bäumen und durch Seerosenfelder paddeln wir lautlos voran – vielleicht ist das ganze hier doch nicht so übel! Der Kanal öffnet sich und unvermittelt befinden wir uns auf dem langgestreckten Rätzsee, auf dem wir weiter nach Nordosten fahren, wieder bei kräftigem Gegenwind. Unfair! Aber wir begrüßen den Wind dennoch, da er uns die Gelegenheit bietet, die Performance der Faltboote gegen den Wind auszutesten – und die ist sehr zufriedenstelled!  Am See-Ende biegen wir ein weiteres Mal Richtung Süden ab in die Drosedower Bek, und wieder führt uns unser Weg zwischen engen, bewachsenen Ufern entlang. Schön und abwechslungsreich präsentiert sich die Seenplatte heute, allein die mangelnden Ausstiegsmöglichkeiten an den meist dicht mit Schilf bewachsenen Ufern stören ein wenig. Irgendwann finden wir aber dann doch einen schönen Platz um Rast zu machen und unser Mittagessen zu kochen – leider sind auch wir hier willkommenes Mittagesses für die zahlreichen Mücken die der Wind im dichten Wald nicht vertreiben kann. Daher brechen wir bald wieder auf, zwei weitere Seen sind zu überqueren und dann haben wir schon bald unser Tagesziel, den Kanuhof Wustrow erreicht.  Ein schmuckes oranges Gebäude auf einer gepflegten Zeltwiese mit ein paar großen Bäumen heißt uns willkommen. Und langsam bin auch ich angekommen und beginne die Reise zu genießen.

Und sogar die Mücken belästigen uns hier kaum. Wir bauen also gemütlich unser Zelt auf und gehen dann in den Dorfladen zum Einkaufen. Später gehen wir dann noch schwimmen an der Badestelle am Wustrowsee, ein paar hundert Meter vom Zeltplatz entfernt. Inzwischen sind dunkel Wolken aufgezogen und schneller als erwartet vertreibt uns ein Gewitter aus dem Wasser. Vor dem heftigen Platzregen flüchten wir uns in eine Bushaltestelle und warten ab, bis sich das Wetter wieder beruhigt hat.

Es bleibt leider den ganzen Abend bei einem andauernden Nieselregen und da der Aufenthaltsraum der Campingplatz von einigen Gruppen komplett in Beschlag genommen wurde, ziehen wir uns schon früh ins Zelt zurück.

 

 

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