Familienpaddeln auf dem Lech

Freitagnachmittag machen wir uns gleich wieder auf den Weg zur nächsten Etappe des gemeinsamen Paddelwochenendes. Für morgen steht der Lech zwischen Häselgehr und Weißenbach auf dem Programm. Die zweite Hälfte der Strecke kennen wir bereits als schöne und einfache Familientour. Der Abschnitt zwischen Häselgehr und Stanzach jedoch ist Neuland für uns, soll aber deutlich wilder sein als das Stück danach – vorsichtshalber nehmen wir Helme mit, worüber wir später ganz froh sind.

Wir kommen am späten Nachmittag am „Camping Rudi“ in Häselgehr an, einem beliebten Paddlertreff direkt am Fluß.  Horst und seine Frau und Sven samt Familie kommen kurz nach uns an und schon beim Zeltaufbauen freuen wir uns, dass es noch andere Lavvu-Liebhaber gibt – meistens sind wir mit unserer Pyramide ganz allein zwischen Kuppelzelten.

Nach einem sehr netten Abend verlieren wir am nächsten Morgen keine Zeit und k-IMG_9457bauen gleich nach dem Frühstück die Boote auf. Der Pegel des Lechs ist mit 291cm (Pegel Steeg) recht hoch und die von Sedimenten braun gefärbten Wassermassen wälzen sich in beeindruckendem Tempo an der Einsetzstelle am Campingplatz vorbei.

Ausgerüstet mit Helm, Schwimmwesten (immer!) und – trotz der Hitze – kompletter Aquashell-Montur wagen wir uns aufs Wasser. Schon bald sind die ersten größeren Schwälle zu durchfahren mit teilweise recht beeindruckenden Wellen. Wir werden ziemlich nass und sind froh über unsere Kälteschutzkleidung. Niklas jauchzt vor Freude über den wilden Ritt, Jaaku dagegen ist etwas skeptisch und schimpft gegelentlich, wenn ihn wieder eine Welle erwischt. Ruhige Abschnitte sind auf diesem ersten Streckenabschnitt selten, und so bleibt meine Kamera erstmal die meiste Zeit in der wasserdichten Tasche.

An einem besonders großen Schwall legen wir auf einer Kiesbank eine Pause ein und k-Stromschnelle2machen Fotos während wir die Boote nacheinander durch die Stromschnelle fahren. Niklas freut sich schon auf die wilde Fahrt und stiefelt mir aufgeregt hinterher. Als er erfährt, dass ich mit dem Einsitzer fahren will und er nicht mitkann ist er – vorsichtig ausgedrückt – etwas erzürnt. Zum Glück rettet mich Sven, indem er ihn mitnimmt, und das gleich zweimal!

Als wir uns Stanzach nähern wird der Fluß nach und nach immer friedlicher und nach einem letzten größeren Schwall folgt eine wunderschöne, verzweigte Strecke in breitem Kiesbett. Endlich haben wir die Gelegenheit, die beeindruckende Berglandschaft um uns herum zu genießen und uns auch mal einfach treiben zu lassen.

Nach einer weiteren ausgedehnten Pause auf einer Kiesbank ist es dann nicht mehr weit bis Weißenbach, wo wir die Fahrt genau rechtzeitig beenden, um mit dem Bus nach Häselgehr zurückzufahren.

Tja, und wie schon am Donnerstag ist des damit noch nicht ganz getan. Nachdem wir uns am Zeltplatz etwas erholt haben, nehmen wir noch den Bus nach Bach und fahren eine kleine Abendtour, wieder ohne die Kinder. Da ich davon aber leider keine Fotos habe, gibts von dieser Tour keinen eigenen Bericht.

Leider ist am nächsten Tag dann schon die Zeit für die Heimreise gekommen – aber eine Fortsetzung folgt früher als gedacht…

Pegel Leck Steeg: 291cm

Paddelstrecke: 21km

 

 

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