Wandern und Paddeln in Finnisch-Lappland(3)

Am nächsten Tag geht es endlich los: wir beginnen den Lemmenjoki hinabzupaddeln, immer nach Nordosten, Richtung Inari. Anfangs ist der Fluß breit, fast schon ein See. Es ist windig, und der Wind kommt – wie sollte es anders sein – von vorne. Fluchend kämpfen wir uns vorwärts, na hoffentlich ist das nicht die hier vorherrschende Windrichtung! An steilen Felsabstürzen und an bewaldeten Hängen vorbei führt uns unser Weg. Hier und da mündet ein kleiner klarer Bach in den Lemmenjoki und bald ereichen wir die erste

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die Fahrt beginnt

„Stromschnelle“ – naja, bei diesem Wasserstand ist es nicht mehr als eine Schwallstrecke. Wenn das Wasser weniger hoch steht müssen die Passagiere der großen Flußboote hier manchmal aussteigen und laufen, während das Boot sich die Stromschnelle hocharbeitet – davon zeugen Stege vor und nach der Schnelle.

Kurz danach findet sich bereits der erste Lagerplatz und dort beenden wir unsere Tagesetappe. Die Feuerstelle liegt leider mitten im Wind und wir schaffen es nur notdürftig, sie mit dem Tarp zu schützen. Aber der spannendste Spielplatz liegt hier sowieso auf der anderen Seite der Halbinsel: einer der unzähligen Bäche fließt hier in den Fluß und hat sich einen kleinen Schwemmkegel aus Geröll geschaffen! Die Kinder machen sich gleich daran, sein Gesicht zu verändern: aus einem kleinen Stamm und vielen Steinen bauen sie einen Damm. Unermüdlich sind sie bei der Arbeit und als das Werk vollendet ist, sind ihre Hände vom eiskalten k-img_3236Wasser rot und geschwollen. Aber dafür hat man ja ein wärmendes Feuer!

Trotz des wenig einladenden Wetters werden wir genötigt, die Hängematte aufzuhängen. Mir ist es zu zugig und zu kalt, aber Niklas und Jaaku sind da offenbar aus anderem Holz geschnitzt…

Auf dem Weg zum Bach finden wir ein paar Steinpilze, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die kleinen Bäche, die  hier allgegenwärtig sind, kommen übrigens alle frisch aus den Bergen und haben Trinkwasserqualität – unseren Wasserfilter und die Silberchlorid-Tabletten nutzen wir hier im Nationalpark nicht ein einziges Mal.

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