Per Packraft auf dem Saimaa-See(3)

Der nächste Morgen beginnt mit einer Feier: heute ist Niklas 6.Geburtstag und während er noch schläft bereiten wir leise den Geburtstagskuchen und die Geschenke vor und dekorieren das Zelt mit unser traditionellen Geburtstagsgirlande. Im größten Paket befindet sich die heißersehnte Angel, die gleich ausprobiert werden muss – allerdings erst eimal ohne Erfolg. Über Nacht ist ein starker Nordwestwind aufgekommen, der uns ungebremst trifft, da der Kolovesipark zwar nur enge k-IMG_8113Wasserwege hat, diese aber genau in Nordwest-Südost-Richtung offen sind. Heute freut und das allerdings noch, da wir auf diese Weise genau Rückenwind haben.

Als wir noch am Zusammenpacken sind erfasst eine besonders starke Windböe mein innen (via Cargo-Fly-System) schwer bepacktes Raft, das noch auf den Felsen liegt und dreht es einmal herum, dass es mit Wucht wieder auf den Felsen kracht. Eine erste Inspektion sorgt zwar für Entwarnung, es scheint nichts beschädigt zu sein, aber ein mulmiges Gefühl bleibt erst einmal.

Der Rückenwind wissen wir heute gut zu nutzen und probieren gleich unsere Segel aus. Nach etwas Herumprobieren haben wir schnell den Kniff heraus Segel und Paddel gleichzeitig zu kontrollieren, ohne dass die Kinder allzu sehr davon gestört werden. Der Wind füllt die Segel und zieht uns in hoher Geschwindigkeit voran. Ein Paddelblatt im Wasser dient zur Stabilisierung und zum Lenken, nur die Gewichtsverlagerung, k-IMG_8169wenn die Kinder sich bewegen, ist nicht immer einfach auszugleichen, so dass wir uns gelegentlich unversehens seitlich gedreht finden und das Segel ins Wasser oder auf uns flattert.

Nach nur etwa einer Stunde erreichen wir bereits den nächsten Zeltplatz, der immerhin 6km von Pitkäsaari entfernt liegt.

Auch dieser Platz ist sehr schön, nur eine windgeschütze Stelle findet sich nirgends. Wir spannen unser Tarp als Windschutz neben der Feuerstelle auf und haben so wenigstens ein kleines bisschen Windschatten.
Das Zelt steht – gut abgespannt – wieder auf einer Holzpalette.

Gegen Nachmittag kommen zwei Faltboote zum Zeltplatz aus denen eine Berliner Familie mit drei Kindern zwischen 14Monaten und 8 Jahren aussteigt. Niklas und der funfjährige Sohn verstehen sich auf Anhieb und spielen den ganzen Tag intensiv miteinander. Gegen Abend wagen wir noch einen Angelversuch und fangen tatsächlich einen kleinen Barsch, der wir sogleich auf dem Feuer zubereiten.

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