Am Hallstättersee(3): Bergtour zur Rieseneishöhle

An unserem dritten Tag im Salzkammergut wollen wir die Rieseneishöhle im Dachstein besichtigen. So eine Höhlenbesichtigung will verdient sein und so steigen wir zu Fuß die ca. 750 Höhenmeter von der Talstation der Krippensteinbahn auf. Wir sind zuversichtlich, dass Niklas mit viel Zeit und noch mehr Motivation den gesamten Aufstig selber bewältigt. Beim 3-jährigen Jaaku dagegen gehen wir davon aus, dass er nur die ersten Meter selber läuft und dann den Rest der Strecke getreagen werden möchte.

Da er wenig gefrühstückt hatte ist Jaaku erst einmal ziemlich schlecht gelaunt und wir sind schon drauf und dran, ihn sofort in die Kraxe zu stecken. Doch nach einem Apfel ändert sich alles, er ergreift die Hand des großen Bruders und dann laufen beide Hand in Hand vor uns her… und laufen… und laufen… und laufen! Langsam aber stetig arbeiten wir uns bergauf und schon bald sehen wir weit unter uns den Hallstätter See glitzern. Erst nach etwa zwei Dritteln der Strecke geht Jaaku allmählich die Puste aus. Lars nimmt ihn auf die Schultern, aber als er die nächste Holztreppe erblickt, möchte er unbedingt wieder selber laufen. Nach 4,5 Stunden erreichen wir die Schönbergalm (normale Gehzeit dahin sind etwa 2 Std.) und sind wieder einmal sprachlos über das, was Kinder so leisten wenn sie motiviert sind. Von den ca. 750m Aufstieg hat Jaaku gute 600m aus eigener Kraft zurückgelegt!

An der Schönbergalm machen wir erst einmal eine lange Pause. Danach gehts weiter in die Eishöhle (zu deren Eingang es noch weitere ca. 70 Höhenmeter sind). Da Lars Wanderschuh auf den letzten Metern des Aufstiegs den Geist aufgegeben hatte, gehe ich mit den Kindern allein in die Höhle. Drinnen geht es über unzählige Stufen in den Berg hinein. Immer wieder passieren wir große Hallen, zum Teil mit bizarren Eisformationen. Niklas bestaunt alles mit großen Augen und Jaaku (den ich jetzt doch in der Kraxe trage) – schläft ein… zumindest bis ihn der Lärm eines herunterfallenden Eisbrockens wieder jäh aus seinen Träumen reißt.

Für den Rückweg nutzen wir dann doch die Gondel, die uns in wenigen Minuten zurück zum Parkplatz bringt.

Am Abend sind wir Erwachenen ganz froh, uns einfach nur auszuruhen, während die Kinder – wie könnte es anders sein – sich mal wieder auf dem Spielplatz so richtig austoben!

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