Vom Regen in den Regen

Nachdem das lange Wochenende bei uns ja recht verregnet gestartet hat und wir uns bei steigendem Pegel und wegen der Unwetter der letzten Zeit nicht so  recht auf die Isar trauten, sind wir letztes Wochenende kurzfristig nach Norden ausgewichen um zwei Tagesetappen auf dem Regen zu paddeln.

Freitagabend fahren wir nach Cham und zelten beim dortigen Kanuclub direkt am Regen. Wir gk-IMG_4158rillen über dem Lagerfeuer und als es dunkel wird, finde ich endlich Gelegenheit, „Leuchtraft“ zu fahren. Niklas kommt mit und im letzten Licht der Dämmerung paddeln wir bei völliger Windstille den Fluß auf und ab. Ein Biber schwimmt vor uns im Wasser und wir folgen ihm vorsichtig. Als wir zu nahe kommen, taucht er mit einem lauten Platschen unter und ist dann verschwunden. Schemenhaft sehen wir noch ein paar Fledermäuse am dunklen Himmel.

Lars macht währenddessen fleißig Fotos von unserem leuchtenden Gefährt, von denen einige (bei Dunkelheit und ohne Stativ) tatsächlich scharf werden.

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Auto nach Blaibach, wo wir einsetzen. Von dort paddeln wir die ca. 20km zurück nach Cham. Anfangs trägt uns die Strömung flott voran und große Findlinge hier und da im Wasser sorgen für Abwechlung. Später wechsen sich sehr langsame mit etwas schnelleren Strecken ab. Eigentlich ist alles sehr idyllisch, nur sind – ähnlich wie an der Altmühl – die Böschungen links uns rechts hoch und steil und so sieht man leider nicht viel von der Landschaft. k-IMG_4422Am Wehr in Chamerau (unsere Packrafts sind leider etwas zu breit für die Bootsrutsche) essen wir im Biergarten direkt am Wasser zu Mittag, dann geht es ziemlich ereignislos mit wechselnder Strömung nochmal 10 km weiter bis nach Cham. Kurz vorm Ziel ist ein weiteres Wehr zu umtragen (das man – zumindest mit Hartschalenbooten – auch fahren kann, wir trauen uns das jedoch nicht).

Das Auto holen wir problemlos per Zug nach und abends sitzen wir wieder am Lagerfeuer, während die Kinder „Bootsrutsche spielen“ (zum Glück hatte die Luftmatratze schon vorher ein Loch).

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag noch eine weitere Etappe auf dem Regen nach Roding paddeln, aber da es laut Beschreibung auch weiterhin sehr träge und mit hohen, steilen Böschungen zu beiden Seiten weitergehen soll haben wir dazu keine rechte Lust.

Statt dessen machen wir einen Ausflug nach Furth im Wald, um die dortigen Felsengänge, die im Mittelalter unter der Stadt k-IMG_4599gegraben wurden, zu besichtigen. In Furth im Wald ist gerade „Turmfest“ und wir haben das Glück, das das Fest vom ortsansässigen Drachen heimgesucht wird. Brüllend und feuerspuckend steht er vor dem Tor und die Kinder schwanken zwischen Furcht und Faszination. (Tatsächlich ist der Drache ein riesiger Roboter, der für das jahunderte alte Schaupiel des „Further Drachenstichs“ benötigt wird.)

Auch die Felsengänge, die wir dann noch besichtigen, sind durchaus lohnend.

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