Mit Packraft und Fahrrad an (aber nicht auf!) der Salzach

Wie angekündigt kommt jetzt noch ein Beitrag über unsere Tour an der Salzach.

Nach unserer abgebrochenen Tour auf dem Tagliamento hatten wir noch ein paar freie Tage übrig. Die nutzten wir, um auf k-IMG_2452einen wunderschönen Bauernhof mit Zeltgelegenheit in der Nähe von Tittmoning zu fahren – Rad und Packraft im Gepäck.

Eine Tour auf der Salzach stand schon länger auf unserer Paddelliste, und das wollten wir jetzt angehen. Den Freitag verbringen wir noch mit Kühe füttern, Katzen streicheln (und verscheuchen!) und Lagerfeuer machen. Am Samstagmorgen soll dann unsere erste Tour starten.

Geplant ist, von Tittmoning nach Laufen zu radeln, und dann mit dem Packraft zurückzukommen. Am nächsten Tag wollen wir dann von Burghausen bis Tittmoning fahren und wiederum zurückpaddeln.

Als wir morgens in Tittmoning ankommen ist es kalt und ungemütlich, die große Salzach wälzt sich bedrohlich und schnell voran, einen passendk-IMG_2470en Ausstieg an der Brücke sehen wir erst einmal nicht. Wir stellen unsere Pläne also kurzfristig um und beschließen erst einmal zur Akklimatisierung eine Radtour in Richtung Burghausen zu machen – ohne Paddelanteil.

Der Radweg an der llinken (deutschen) Flußseite entlang startet gut ausgebaut und wird dann immer abenteuerlicher. Zwischenzeitlich fahren wir auf einem schmalen, sandigen Pfad immer auf und ab. Beim Kloster Raitenhaslach ist dann unvermittelt Schluß: der Salzach-Radweg ist hier wegen Bauarbeiten gesperrt. Da wir der Karte nicht entnehmen können, wie gut ausgebaut die Alternative über die Straßen ist (eine auch nur mittelmäßig befahrene Straße ohne baulich getrennten Radweg ist für unseren fünfjährigen Niklas noch nicht geeignet), kehren wir also wieder um.

Inzwischen ist es wärmer geworden und die Salzach wirkt richtig einladend – und packt die Paddellust. Wieder in Tittmoning angekommen erkunden wir das Ufer auf der österreichischen Flußseite und finden tatsächlich noch einen guten Ausstieg – einer Paddeltour am nächsten Tag steht also nichts im Weg.k-IMG_2530

Also geht es am nächsten Morgen wieder nach Tittmoning. Wir packen die Fahrräder mit Proviant und Packrafts und dann geht es auf der rechten Flußseite immer an der Salzach entlang 21km bis nach Laufen. Der Weg ist gut und eben und wir kommen schnell voran. Kurz vor Laufen entdecken wir eine (unerwartete) Stromschnelle im Fluß. Etwas rechts der Mitte sollte aber die Durchfahrt gut möglich sein (siehe Foto). Tja, dazu kommt es dann doch nicht, da wir in Laufen entdecken, dass wir die Fahrradschlösser im Auto vergessen hatten. Es ist Sonntag und die einzig geöffneten Tankstellen führen keine Schlösser. Was nun?

Während wir noch diskutieren, was wir jetzt tun, und ob einer von uns Erwachsenen mit dem Rad zurückfährt und das Auto holt meint Niklas, dass er auch zurückradeln will – die ganzen 21km. Und das tut er dann auch – sehr zu unserer Überraschung, denn 42km Tagesleistung hätten wir ihm nun wirklich nicht zugetraut! Abends hat er dann sogar noch die Energie sich auf dem Spielplatz auszutoben und unser Bad unter Wasser zu setzen – Kinder sind doch manchmal echt erstaunlich.

Die Tour wollen wir (mit Fahrradschloß auf jeden Fall bei Gelegenheit wiederholen). Landschaftlich hat sie zwar nicht so viel zu bieten, wie bspw. der Donaudurchbruch oder die Loisach, aber dennoch ist sie sicher lohnend.

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