Island im Winter: Was will man da?

Wenn man Island im Winter hört, dann denkt man als erstes an Kälte und Dunkelheit. Und tatsächlich steigt die Sonne um Weihnachten herum nur für 4 Stunden  flach über den Horizont. Doch die Dämmerungszeiten sind lang, so dass man noch weitere ca. zwei Stunden Tageslicht hat – kein großes Zeitfenster für lange Unternehmungen, aber man sitzt eben auch nicht nur im Dunkeln – und herrliche Sonnenaufgänge ohne frühes Aufstehen zu erleben ist auch nicht zu verachten :-). Die Temperaturen dagegen sind für die Breite erstaunlich mild, dafür sorgt der Golfstrom. Meistens liegen sie im Bereich von -5 bis +5 Grad. Was Island im Winter allerdings vor allem ist, ist unberechenbar! Tagelang wütende Orkane, einen halben Meter Neuschnee über Nacht, plötzliche Kälteeinbrüche und zentimeterdick vereiste Straßen habe wir genauso erlebt, wie milde Plusgrade, schneefreies Land, beste Straßenverhältnisse. Ein Auto mit Spikereifen und Allrad ist auf jeden Fall zu empfehlen (auf den Allradantrieb haben wir bei der hier beschriebenen Reise verzichtet, was wir sehr bereut haben)!

Wer trotzdem eine Reise wagt wird reich belohnt. Schon im Sommer hat Island einen rauen Zauber, dem man sich kaum entziehen kann und die Natur bietet einem ein schier unglaubliches Farbspektrum: sattgrüne Wiesen und Moospolster, schwarzer Vulkansand, von Obsidian überzogene Lavafelder, die in der Sonne glitzern, rote, gelbe und grüne Berge, sauber angeordnete Basaltsäulen, dampfende heiße Quellen, rauschende Wasserfälle – ich gerate ins Schwärmen.

Im Winter kommt noch die Magie von Schnee und Eis dazu: Wasserfälle, die durch eine Röhre aus Eis stürzen und nur schemenhaft zu erkennen sind, von der gefrorenen Gischt eines nahen Wasserfalls in dickes Eis gehüllte Grashalme, Reste von Eisbergen am schwarzen Sandstrand, von der tiefstehenden Sonne von innen heraus zum Leuchten gebracht (wenn sie denn scheint, das sei nicht verschwiegen), dampfende Bachläufe in unberührtem Schnee – und dann natürlich die Nordlichter die man mit etwas Glück grün über den Himmel tanzen sieht. Wenn man dann auch noch einen HotPot zur Verfügung hat, gespeist von einer heißen Quelle – was gibt es besseres als eine Islandreise im Winter?

Bei den Bildern unten habe ich allerdings ein bisschen geschummelt: ein paar davon stammen von unser ersten Island-Winterreise 2009! Aber nachdem ich die Vorbemerkungen doch in einen eigenen (sehr schwärmerischen) Blogpost ausgegliedert habe, wollte ich noch ein etwas breiteres Spektrum an Bildern zeigen.

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