Römer, Ritter und Fossilien: Paddeln auf der Altmühl (1)

Eigentlich sollte es ja schon am Karfreitag Richtung Treuchtlingen gehen, aber dann schlug der Winter nochmal voll zu. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen wollten wir die Paddelsaison dann doch nicht eröffnen. Uns so fahren wir erst zwei Tage später, am Ostersonntag, los. (Natürlich nicht, ohne dass die Kinder vorher die Schokoladeneier suchen durften, die der Osterhase so fleißig bei uns im Garten versteckt hat!)

Gegen Mittag sind wir am Bootsrastplatz in Treuchtlingen, wo wir die Boote und das Gepäck für die große Fahrt vorbereiten. Eine steile Treppe führt ins Wasser, die Ufer zu beiden Seiten sind so hoch, dass sie vom Fluß aus keinen Blick auf die direkte Umgebung zulassen. Der Wasserstand ist niedrig und die Strömung kaum wahrnehmbar und so kommen wir nur sehr gemächlich voran. Rundherum zeigt sich erstes frühlingshaftes Grün oder zarte weiße Blüten an den Bäumen und Büschen und die Frühjahrssonne hat schon genügend Kraft uns aufzuwärmen. Gemütlich Paddeln wir voran, doch zwischen Bundesstraße und Zuglinie kommt nicht wirklich ein Gefühl von Naturidylle auf. Gelegentlich schrecken wir – sehr zur Freude der Kinder – einen Reiher oder eine Ente auf. Kurz vor Pappenheim – unserem Tagesziel – bekommen wir kräftigen Gegenwind, so dass wir für die letzten beiden Kilometer richtig hart arbeiten müssen.

Die Zeltwiese des Campingplatzes liegt direkt am Wasser, wir müssen also unsere Sachen zum Glück nicht weit schleppen.

Nach einer Erholungspause erkunden wir den Ort. Die mittelalterliche Burg hat heute leider schon geschlossen, aber auch der Rest von Pappenheims Altstadt ist sehr sehenswert.

Zum Abendessen grillen wir und dann bringen wir – wie immer gegen 20 Uhr – die Kinder ins Bett. Es ist noch hell, und so machen wir mit einer Tatsache Bekanntschaft, die immer wieder ein Problem für uns sein wird (speziell in Lappland, wo es anfangs gar nicht dunkel wird): unser Jüngster, Jaaku, ist solarbetrieben!!! Solange noch Resthelligkeit vorhanden ist, schläft er nicht! Das Zubettbringen im Zelt ist also fast immer eine LANGWIERIGE Angelegenheit.

Irgendwann schläft er dann aber doch, und wir können den Abend noch gemütlich bei einem Radler ausklingen lassen.

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